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Thinline Antigua


Antigua Telecaster Thinline, Eigenbau  




Schon nach der Fertigstellung der Antigua-Strat und dem damit verbundenen Besuch in Andrè Waldenmaiers Gitarrenwerkstatt entstand der Wunsch nach einer weiteren Antigua-Gitarre.
 
Ursprünglich sollte sie als Workshop-Gitarre bei Linus im Vorarlberg entstehen, aber zeitliche und räumliche Umstände ließen uns leider keinen gemeinsamen Nenner finden. Somit musste das Projekt in Eigenregie hergestellt werden und dies bedeutete auch, daß ich erneut auf Fertigteile zurückgreifen musste, mangels damals verfügbarer Werkstatt und entsprechender Werkzeugausstattung.
 
Mit den letzten Stratocaster-Projekten hatte ich mich immer mehr und weiter von dem ursprünglichen Fender-Konzept entfernt und so galt es auch für die Thinline Telecaster ein eigenständiges Konzept zu finden und gleichzeitig die Wurzeln des Instrumentes zu würdigen.
 
Kurz es sollte keine platte Kopie entstehen sondern eine deutlich erkennbare Max Mauluff Guitar mit unverkennbaren Anleihen beim Urvater der Telecaster.
 
Zweites erklärtes Ziel war eine Antigua zu bauen, die es in der Form in Serie nicht gab und nicht gibt. Darin unterscheidet sich das Projekt von der Stratocaster, die ja möglichst „original“ daher kommen sollte.
 
Die Lösung des Problems bestand in zwei Kernpunkten:
    Pickup-Bestückung und Gitarrenhals
Bei der Pickup-Bestückung war von vornherein klar, daß ein P90 im Spiel sein würde und zwar als warmer smoother Blues-Schmeichler in der Hals-Position.
Entgegen meinen sonstigen Neigungen sollte ein Humbucker im Heck werkeln.
 
Das ganze sollte ein paar mehr Soundmöglichkeiten haben als eine normale Telecaster.
 
Der Hals sollte dieses Mal bewusst ein aufgeleimtes Palisandergriffbrett tragen und nicht unbedingt die typische Telecaster-Kopfplatte zeigen um schon rein optisch eine Eigenständigkeit zu dokumentieren.
 
Andererseits waren optische Details wie F-Loch und lackiertes Pickguard einfach Pflicht bei der Umsetzung.
 
Mein Gedanke hierbei war, daß man auf den ersten Blick die Verwandtschaft zum Original genau so wahrnimmt, wie die eigenständige Umsetzung des Themas.
Weitere Eckpunkte der Planung waren der Einsatz qualitativ hochwertiger Komponenten und Materialien und ein eigenständiger Sound und Charakter, der nicht unbedingt dem Vorbild nacheifert.
In Belgien fand ich den recht leichten Lindenkorpus mit 3-fach gesperrter Ahorndecke, der wohl mal zu einer älteren SX Thinline noch aus US-Produktion gehörte. Die Bohrungen für die Bridge entsprachen jedoch einer Bariton-Mensur von 26,5 Inch, sprich 673,1 mm (gegenüber üblichen 648 mm bzw. 25,5 Inch).
 
Somit mussten die vorhandenen Bohrungen verschlossen werden und auch die Halstasche für einen kürzeren Hals modifiziert werden.
 
Weiterhin musste die vorhandene Pickupfräsung des Hals-Pickups auf P90-Maße aufbereitet werden und eine String-through Saitenführung sollte ebenfalls für ein besseres Sustain verwirklicht werden.
 
Die Halstasche wurde mit exakt angefertigten Ahornhölzern aufgefüttert und mit Titebond verleimt.
Nach 4 verschiedenen Halskandidaten entschied ich mich für einen Rockinger Stratocasterhals mit Palisandergriffbrett, der sowohl optisch als auch haptisch und materialmäßig am besten passte und der Thinline ihre optische Eigenständigkeit verleiht.
 
Kluson vintage Doublelines dürfen da natürlich nicht fehlen.
 
Die Hardware:
Das Pickguard wurde dieses Mal aus einer 1-lagigen Platte selbst hergestellt. Die Vorlage hatte ich mir etwas umständlich als PDF-Datei von Fipsing und der Fender-Website besorgt.
 
Die Bridge ist eine Standard Vintage Version, die ich gleich mehrfach gekauft hatte.
3-Wegschalter und Potis stammen von Göldo , wobei der Volumepoti in Pusch/Pull-Version den Brigde-Humbucker splitten kann.
 
Seymour Duncan empfiehlt hier entgegen meinem Gefühl die 250 Kohm–Ausführung, ich hätte sicherlich die 500 Kohm-Variante gewählt. Aber es funktioniert hervorragend, beide Regler arbeiten sehr feindosiert.
 
Die Pickups sind ein Seymour Duncan Antiquity P90 aus dem Jahr 2000 , den es in dieser Qualität nicht mehr gibt (245 DM ) und ein Seymour Duncan Hotrail HR 1b aus dem Jahr 2003. Beide Pickups hatte ich durch Zufall neu und original verpackt recht günstig erstanden.
 
Eine Thinline Antigua mit der Kombination Strathals/P90/HR gibt es meines Wissens in keinem Fender-Katalog. Somit waren die Vorgaben mehr als erfüllt.
Nach den Vorbereitungen am Korpus kam schliesslich die Lackierung, die ich wieder in der Autolackiererei in Mühldorf erledigen durfte. Zeitliche und räumliche Probleme führten auch hier wieder mal zu großen Verzögerungen. Und das Burst hat auch dieses Mal der Lackierer übernommen, weil sich die ganze Prozedur sonst noch weiter verzögert hätte und ich auch ehrlich gesagt Bammel hatte mir zum Schluß die geleistete Arbeit noch mal zu versauen.
 
Rundum ist es eine Tele geworden die mir sehr gut gefällt und die sich nahtlos zwischen ihre Schwester Daisy und den Bruder Jake einreihen kann.
Klanglich gibt es durch die Splittung sowohl das volle Rockbrett, als auch den typischen Tele-Twang an der Bridge. Dieser ist nicht so ausgeprägt wie bei einem Singlecoil, aber dennoch in der Struktur als twängig teleartig zu identifizieren.
 
Der P90 tut genau das was er soll er bluesed und grooved und schmatzt und rotzt, wie man es von einem P90 erwartet. Und er tut dies in einer Manier wie ich es von guten Les Paul Goldtops kenne. Eine kräftige und sehr ausgewogene mittenbetonte Klangfärbung mit schönem Nöck bringt die Mittelposition, die sich durch das Splitting etwas ausdünnen lässt.
Das Arbeiten mit dem Volume-Poti lohnt sich hier besonders, denn es entlockt dem Pickup verschiedene Schattierungen von glasklar bis crunchy ohne das man am Verstärker nachregeln muss.
 
 
 
 
Fazit:
Die gesteckten Ziele konnte ich meinen Wünschen entsprechend verwirklichen. Die Gitarre spielt sich sehr leicht und bequem und fügt sich soundmässig und optisch gut zum bereits vorhandenen Antigua-Bestand.
 
Durch die hochwertigen Komponenten wurde der Preis arg in die Höhe getrieben und so stehen ca. 750 Euro auf der Kostenseite. Ein Aufwand der sich aber in jeder Hinsicht für mich gelohnt hat.

 
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